HSS am 01.-02.12.2018 in Dittersbach/Oberlausitz

In diesem Jahr hatten einige Startaubenzüchter eine weite Anreise zur HSS. Diese fand im äußersten Zipfel Sachsens, in der schönen Oberlausitz im Dreiländereck Polen, Tschechien und Deutschland statt. Mit interessanten Besuchen von der Altstadt Görlitz mit dem schlesischen Christkindelmarkt, dem besinnlichen Herrnhuter Weihnachtsmarkt, der Herrnhuter Sternemanufaktur, der Stadt Zittau, dem gemütlichen Züchterabend und natürlich unserem Jahreshighlight Hauptsonderschau der Startauben wurde das Wochenende zu einem schönen Erlebnis. Angeschlossen war sie der 40. Deutschen Farben- und Trommeltaubenschau Ostritz. Insgesamt wurden 892 Tauben von 92 Ausstellern präsentiert. Mit 349 Startauben von 33 Züchtern unseres SV wurde eine breite Palette der Vielfalt der Startaubenvarianten gezeigt. Den Mitgliedern des Farben- und Trommeltaubenclubs mit all seinen fleißigen Helferinnen und Helfern und vor allem dem Ausstellungsleiter Uwe Hoffmann gebührt ein großes „Dankeschön“ für die schöne Ausstellung und die entspannenden Tage. Bewertet wurden unsere Schönheiten von dem Preisrichter Wendelin Heidrich, Stefan Heidrich und den Sonderrichtern Wolfgang Apel, Dr. Uwe Bamberger, Wolfgang Wöhrle und Jörg Dutschke. Für die fachkundige und sicherlich nicht immer einfache Bewertung der Startaubenvielfalt möchte ich meinen Preisrichterkollegen recht herzlich danken.

 

Im Eingangsbereich empfingen uns erstklassige 79 schwarze Startauben. Ich habe noch nie so eine ausgeglichene Qualität bei ihnen gesehen. Da war es für den Preisrichter Wendelin Heidrich eine schwere Aufgabe die Spreu vom Weizen zu trennen. Bewertet mit 5-mal vorzüglich und 7-mal hervorragend zeigt eindeutig den sehr hohen Qualitätsstandard. Der größte Teil überzeugte mit schöner satter lackreicher Farbe auf Decke und Bauch, Mond, Figur und Augenfarbe. Vereinzelt könnte der Oberkopf gefüllter sein, die Binden reiner und etwas glatter. Hermann Staiger errang jeweils V auf einem jungen Tauber und auf eine junge Täubin sowie hv auf 2 junge Tauber. Ebenso erfolgreich war Karl Vonderheit mit 2-mal v auf junge Tauber. Auch Siegfried Lang zeigte eine schöne Kollektion, bewertet mit v auf einen alten Tauber und hv auf einen jungen Tauber. Hv errangen auch Wolfgang Apel auf einen alten Tauber, Ullrich Urwank und Rochus Fleig je auf eine junge Täubin und Friedhold Nestler auf eine alte Täubin.

 

Die 36 blauen Startauben konnten an die Qualität der letzten Jahre nicht anknüpfen. Die meisten zeigten sich in einer gleichmäßigen Grundfarbe mit typenhaften Figuren. Bei einigen der Tiere war in puncto Schwanzbinde schon ein kleiner Zuchterfolg zu erkennen. Trotzdem sollte weiterhin auf eine exakt gezeichnete Schwanzbinde ein Augenmerk gelegt werden. Die Binden könnten noch glatter und gleichmäßiger gezogen sein, die Monde ausgeformter. Einigen der Tiere hätte eine leuchtendere Augenfarbe gut zu Gesicht gestanden. 2-mal hv auf jeweils einen jungen und alten Tauber von Armin Becker und 1 mal hv an Dieter Gronau auf eine alte Täubin.

 

Sehr oft waren sie bei vergangenen HSS nicht zu sehen. Hier in Dittersbach gleich 21 blau-weißgeschuppte Startauben von 5 Züchtern. Sie überzeugten in Figur, Mondzeichnung und Kopfform. Auf eine reinere Kopf-, Brust- und Schenkelfarbe sowie eine vollere exaktere Dreiecksschuppung sollte bei der Zucht geachtet werden. Probleme bereiten noch immer der Schwanzaufbau und die Schwanzbinde. Einige Tiere zeigten sich mit der nicht gewollten Abwehrhaltung. Hv auf einen jungen Tauber von Andreas Richter.

 

Eine starke Vorstellung hinterließen die 33 Marmorstare in schwarz. In Figur, Kopfform, Mondzeichnung und Augenfarbe gab es kaum Kritik. Nachgelassen hat jedoch die Schwung- und Schwanzfarbe. Bei einigen der Tauben wäre eine noch regelmäßigere Schuppungsverteilung und abgegrenztere Finkenzeichnung von Vorteil, ebenso eine reinere Schuppungsfarbe. Herausragend die 2 mit v bewerteten Tiere von Ludwig Emmrich und Karl Vonderheit. 2 mal hv ging an Karl Vonderheit und 1 mal hv an Ludwig Emmrich.

 

Mit super grünlackreicher Grundfarbe und sehr guter Weißschanzscheckung, so päsentierten sich die 15 Marmorstarweißschwänze in schwarz. Auf ausgeformtere Monde und eine typischere Dreiecksschuppung sollte bei der Zucht geachtet werden. Eine reine Schuppungsfarbe hätten einigen der Tiere gut zu Gesicht gestanden. Ein Musterbild für diesen seltenen Farbenschlag, die mit v- bewertete junge Täubin von Klaus Dornieden.

 

In Mönchsscheckung und Grundfarbe überzeugten die 10 Marmorstarmönche, schwarz. Einige der gezeigten Tiere hatten auslaufende Monde bis zum Hinterhals (Putzen bringt Nutzen). Das Augenmerk sollte weiterhin auf ein reineres und gleichmäßigeres Schuppungsbild gelegt werden. Hv auf eine junge Täubin von Ullrich Urwank.

 

Die Qualität 28 Starblassen in schwarz war durchwachsen. Ansehenswert waren sie in Figur, Kopfpunkten sowie Mondform. Ein Augenmerk sollte auf eine satte Schwung-, Schwanz- und Bauchfarbe sowie eine reine Mond- und Bindenfarbe gelegt werden. Gewünscht wurden noch eine festere Rückendeckung und exaktere Kopfschnitte (Putzen bringt Nutzen). V auf eine alte Täubin und hv auf eine junge Täubin errang Jugendzüchterin Linda King.

 

Die 7 gemeldete Starblassen in blau konnten sich in Grundfarbe, Figur und Mond sehen lassen. In der Wunschspalte wurden Oberschnabelfarbe reiner, Binden glatter gezogen, Hauben breiter und Rosetten exakter, notiert.

 

Ein einziger Vertreter der sehr seltenen Zeichnungsvariante Starblassen, blau-weißgeschuppt präsentierte sich in einer sehr guten Blassenscheckung, Haubenaufbau, Schuppungsbild und Schwanzbindenabschluß. Der Mond könnte noch etwas reiner und ausgeformter sein sowie in der Grundfarbe reiner.

 

Mit einer sehr guten Qualität präsentierten sich die 8 Starweißschwänze in schwarz. Mond, Grundfarbe und Weißschwanzscheckung gefielen. Gewünscht wurden abgedecktere dunklere Augenränder, glatter gezogene Binden und einen gefüllteren Oberkopf. Jörg Dutschke errang v auf eine junge Täubin und hv auf einen alten Tauber.

 

Eine Rarität auf unserer HSS, der einzelne Vertreter Starweißschwanz, blauweiß-geschuppt mit feiner Weißschwanzscheckung, schönem Schuppungsbild und ansprechender Grundfarbe. Gewünscht wurde eine reinere Ortsfeder sowie ein sauberer Mond.

 

Mit überzeugendender Grundfarbe, Mondzeichnung und Kopfschnitt warteten die 24 Starmönche in schwarz größtenteils mit roten Augenrändern auf. Bei den Wünschen wurden glatter gezogene Binden und im Körper etwas kräftiger notiert. Hv auf eine Jungtäubin von Rolf Eimertenbrink.

 

In den Meldezahlen stark nachgelassen haben die 16 Silberschuppen in schwarz.

Ein reineres Silber, verteiltere Pfeilspitzzeichnung, mehr Kopfvolumen bei den Täubinnen waren wieder die hauptsächlichsten Kritikpunkte bei ihnen. Ein Großteil der Silberschuppen hatte nicht mehr die geforderte orangerote Augenfarbe. Dieser Fehler sollte sich nicht weiter verfestigten. Grundfarbe, Finkenzeichnung, Halsring und Figuren waren soweit in Ordnung. Hv auf einen alten Tauber errang Wolfgang Apel.

 

Es folgte eine schön anzusehende Kollektion von 5 Silberschuppen in blau. Sie bestachen in Figur, Grundfarbe sowie Kopfform. An eine gleichmäßigere Pfeilspitzzeichnung sowie abgegrenztere Halsringe muss weiterhin gearbeitet werden. Hv auf eine alte Täubin bekam verdient Berthold Mittasch.

 

Fast nur auf einer HSS zu finden, 2 Silberschuppenweißschwänze in blau. Gefallen konnten sie in Figur, Halsring und Weißschwanzscheckung. Nur sollte die Grundfarbe in Zukunft noch reiner werden und die Pfeilspitzzeichnung schärfer.

 

Bei den 6 Silberschuppenmönchen in schwarz stimmte die Mönchsscheckung, die roten Augenränder und der Spitzkappensitz. Viel Zuchtarbeit gibt es noch in einem reineren Silber, schärferen Pfeilspitzzeichnung und exakt abgegrenzten Halsringen. Hv auf einen alten Tauber errang Knut Apel.

 

Die Kollektion von 16 Silberschuppenmönche in blau von 2 Ausstellern zeigten sich wieder von ihrer besten Seite. Typenhafte Figuren, schöne Mönchsscheckung, Halsring und Spitzkappe waren hier anzutreffen. Vereinzelte Tiere sollten eine gleichmäßigere Pfeilspitzzeichnung und abgrenztere Halsringe aufweisen. Ein alter Tauber von Jörg Dutschke erhielt v und eine junge Täubin von Reinhard Meischner hv.

 

Überzeugend in Figur, Mond und Grundfarbe präsentierten sich die 16 Startauben mit Rundhaube in schwarz. Verbesserungswürdig sind die Binden. Sie sollen länger sichtbar und glatter gezogen sein. Die Hauben hätten noch etwas höher und freistehender sein können sowie die Wirbel deutlich sichtbar. V auf eine alte Täubin errang Jugendzüchter Daniel King und 2 mal hv Hermann Staiger.

 

Ansprechend in Figur, Grundfarbe und Mond waren die 4 gezeigten Startauben mit Rundhaube in blau. Auch bei ihnen hätten die Hauben noch etwas höher und freistehender sein können sowie die Wirbel deutlich sichtbar. Die Binden sollten noch gleichmäßiger und glatter gezogen sein.

 

Den 2 Startauben mit Haube, blau-weißgeschuppt wurden üppigere Hauben und ein gleichmäßigeres Schuppungsbild gewünscht. In Grundfarbe und Mond waren sie in Ordnung.

 

Die 2 Marmorstare mit Rundhaube zeigten sich mit einem sehr guten Mond und recht guter Grundfarbe. Eine exakte Dreiecksschuppung sowie Finkenzeichnung, üppigere Hauben und deutlichere Wirbel wurden im Wunschbereich gefordert.

 

Viel Zuchtarbeit in punkto Haubenaufbau, typischer Pfeilspitzzeichnung und einer reineren Grundfarbe ist bei den 3 Silberschuppen mit Rundhaube, blau noch nötig. In Figur, Augenfarbe und Halsring waren sie recht schön anzusehen.

 

Gerhard King schickte 6 Vertreter von Startauben mit Spitzkappe in schwarz ins Rennen. In Grundfarbe, Mond sowie Bindlage waren sie recht ordentlich. Zuchtziel für die kommenden Jahre sollte der höher geschlossene Spitzkappensitz sein. Ein alter Tauber errang verdient ein hv.

 

In Figur, Grundfarbe und Spitzkappe waren die 5 Startauben mit Spitzkappe, blau in sehr guter Qualität. Alle 5 Tiere hatten einen prima Schwanzbindenabschluss. Zu verbessern gilt es die unreine Mond- und Bindenfarbe.

 

Recht ausgeglichen in Grundfarbe und Mond waren die 3 Marmorstare mit Spitzkappe. In der Zukunft müssten die Spitzkappen noch höher und gezirkelter werden und die Dreiecksschuppung exakter und voller. Hv auf einen jungen Tauber von Tino Nitzsche.

 

Meine herzlichen Glückwünsche an alle Erringer der „großen“ Preise. Ich wünsche alles erdenklich Gute, viel Gesundheit sowie „Gut Zucht“ im neuen Jahr 2019.

 

 

Jörg Dutschke

 

Zuchtwart des SV der Startaubenzüchter

 

 

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HSS des SV der Startaubenzüchter vom 01. bis 03. Dezember 2017 in Leipzig

 

Anlässlich des 80-jährigen Bestehens unseres SV fand unsere HSS in Leipzig statt. Sie war der 99. Lipsia und der 66. VDT-Schau angeschlossen. Insgesamt wurden 38272 Tiere in verschiedenen Rassen und Farbenschlägen präsentiert. Mit 324 Startauben wurde eine breite Palette der Vielfalt der Startaubenvarianten gezeigt. Bewertet wurden unsere Schönheiten von dem Preisrichter Olaf Hartleib, Lothar Frost und den Sonderrichtern Gunter Münchgesang, Jörg Dutschke. Für die fachkundige und sicherlich nicht immer einfache Bewertung möchte ich meinen Preisrichterkollegen recht herzlich danken.

 

Der Hauptfarbenschlag mit 70 Startauben in schwarz präsentierte sich wieder in einer recht ausgeglichenen Qualität. Der Größenrahmen ist erreicht, größer sollte dieser Farbenschlag nicht werden. Die Hinterpartien erscheinen schon relativ lang. Der größte Teil überzeugte mit schöner satter lackreicher Farbe auf Decke und Bauch. Diese erwünschte Grundfarbe sollte auf keinen Fall wieder nachlassen. Gefallen konnten auch die schönen langgezogenen Binden und die Mondzeichnung. Nuancen, die zur Abstufung führten, waren flache Oberköpfe und eine unreine Bindenfarbe. V auf einen jungen Tauber errang Friedhold Nestler und auf einen alten Tauber Wolfgang Apel. Hv ging an Hermann Staiger, Karl Vonderheit und Ludwig Emrich.

 

Die 52 blauen Startauben präsentierten sich meistens in einer gleichmäßigen Grundfarbe mit typenhaften Figuren und korrekter Mondzeichnung. Bei einigen der Tiere war in puncto Schwanzbindenabschluss schon ein kleiner Zuchterfolg zu erkennen. Trotzdem sollte weiterhin auf einen exakt gezeichneten Schwanzbindenabschluss ein Augenmerk gelegt werden. Die Binden könnten noch glatter und gleichmäßiger gezogen sein. Einigen der Tiere hätte eine leuchtendere Augenfarbe gut zu Gesicht gestanden. Hochrassig die mit v 97 EB bewertete Täubin von Dieter Igel, die zum VDT-Champion und “Best in Show” gekürt wurde. Eine tolle Leistung - Herzlichen Glückwunsch! Auf gleichem Niveau war auch die 2. Täubin von demselben Züchter, ebenfalls mit v bewertet. Hv errangen Günter Drose und Armin Becker.

 

Die 15 blau-weißgeschuppte Startauben überzeugten in Figur, Mondzeichnung und Kopfform. Auf eine reinere Kopf-, Brust- und Schenkelfarbe sowie eine vollere exaktere Dreiecksschuppung sollte bei der Zucht geachtet werden. Probleme bereiten noch der Schwanzaufbau und der Schwanzbindenabschluss. Einige Tiere zeigten sich mit der nicht gewollten Abwehrhaltung. Hv ging an Reinhard Meischner auf einen alten Tauber.

 

Die meisten der 19 Marmorstare in schwarz zeigten kräftige Figuren, eine satte Grundfarbe und schöne Kopfformen. Bei einigen der Tauben wäre eine noch regelmäßigere Schuppungsverteilung, abgegrenztere Finkenzeichnung und ein reineres Schuppungsweiß von Vorteil. Herausragend die junge hv-Täubin von Karl Vonderheit.

 

Die 4 Marmorstarblassen in schwarz waren wieder mit einer vielfältigen Anzahl von Wünschen ausgestattet. Sie waren einfach zu verwaschen, so dass man keine Dreiecksschuppung erkennen konnte. Schmale Hauben, unkorrekte Kopfzeichnung sowie auslaufende Monde wurden beanstandet.

 

Von den 13 gemeldeten Marmorstarweißschwänzen in schwarz wurden nur 6 Tiere gezeigt die restlichen Käfige blieben leider leer. Sie präsentierten sich wieder mit einer super grünlackreicher Grundfarbe und sehr guter Weißschwanzscheckung. Auf ausgeformtere Monde, eine typischere Dreiecksschuppung und ein reines Schuppungsweiß sollte bei der Zucht geachtet werden. Wohlverdient das hv auf eine alte Täubin von Herbert Schulz.

 

Die 5 Marmorstarmönche schwarz überzeugen in Mönchsscheckung und Mond. Das Augenmerk sollte weiterhin auf ein reineres und gleichmäßigeres Schuppungsbild gelegt werden.

 

17 Starblassen in schwarz waren ansehenswert in Figur, Kopfpunkten sowie Mondform. Der Focus liegt weiterhin auf einer satten Schwung-, Schwanz- und Bauchfarbe sowie einer reinen Mond- und Bindenfarbe. Wünschen würde ich mir, dass bei einigen Tieren die Wirbel deutlich sichtbarer wären und die Binden glatter gezogen. Hv auf einen jungen Tauber von Dieter Gottschewski.

 

Die 8 Starblassen in blau konnten sich in Grundfarbe, Figur und Mond sehen lassen. In der Wunschspalte wurden Oberschnabelfarbe reiner, Binden glatter gezogen, Hauben breiter und Rosetten exakter notiert.

 

Mit einer sehr guten Qualität präsentierten sich die 7 Starweißschwänze in schwarz. Mond, Grundfarbe und Weißschwanzscheckung gefielen. Gewünscht wurden abgedecktere dunklere Augenränder, glatter gezogene Binden und einen gefüllteren Oberkopf. Herbert Schulz und Michael Kley errangen jeweils ein hv.

 

Mit überzeugendenden Figuren, Grundfarbe und Kopfschnitt warteten die 14 Starmönche in schwarz auf. Bei den Wünschen wurden eine ausgeprägtere Mondzeichnung, glattere und getrennte Binden notiert. Den guten Gesamteindruck störten die rötliche Bindenfarbe und die angelaufenen Schnäbel.

 

Ein reineres Silber, verteiltere Pfeilspitzzeichnung und mehr Kopfvolumen bei den Täubinnen waren wieder die hauptsächlichsten Kritikpunkte bei den 46 Silberschuppen in schwarz. Ein Großteil der Silberschuppen hat nicht mehr die geforderte orangerote Augenfarbe. Dieser Fehler sollte sich nicht weiter verfestigten. Grundfarbe, Finkenzeichnung und Figuren waren soweit in Ordnung. Die großen Preise mit 2x v und 2x hv gingen an Michael Kley.

 

Bodo Gräbner zeigte einen hochrassigen Vertreter der Silberschuppen- blassen in schwarz. Diesem Tier hätte ich mir nur noch einen exakteren Wirbelsitz und eine freistehendere Haube gewünscht.

 

Es gab endlich mal wieder 2 Silberschuppenweißschwänze in schwarz auf einer HSS zu bewundern. Diese Tauben gefielen in Figur, Grundfarbe und Weißschwanzscheckung. Kritikpunkte waren eine vollere Pfeilspitzzeichnung, gleichmäßigere Finken und geschlossener Halsring.

 

Keinen groben Ausfall gab es bei den 24 Silberschuppenmönchen in schwarz. Hier stimmte die Mönchsscheckung, die Grundfarbe und der Spitzkappensitz. Zuchtarbeit gibt es noch in einem reineren Silber, schärferen Pfeilspitzzeichnung und exakt abgegrenzten Halsringen. Bei einigen Tieren ist die Pfeilspitzfarbe nicht mehr schwarz, sondern wirkt bläulich. Hier gilt es aufzupassen. V und hv errang Berthold Fröhlich.

 

Wie gewohnt in sehr guter Qualität, die 6 typenhaften Silberschuppenmönche in blau mit guter Mönchsscheckung sowie mit  größtenteils guter Grundfarbe. Die Pfeilspitzzeichnung könnte voller und verteilter sein. Gewünscht wurden ihnen auch durchgezeichnetere Halsringe. Hv an Reinhard Meischner auf eine junge Täubin.

 

Überzeugend in Figur, Mond und Grundfarbe präsentierten sich die 15 Startauben mit Rundhaube in schwarz. Verbesserungswürdig sind die Binden. Sie sollen länger sichtbar und glatter gezogen sein. Die Hauben hätten noch etwas höher und freistehender sein können sowie die Wirbel deutlicher. V an Wolfgang Apel auf einen alten Tauber.

 

In Figur, Grundfarbe und Spitzkappe waren die 4 Startauben mit Spitzkappe  in  blau in  sehr guter  Qualität.  Alle 4 Tiere hatten  einen prima Schwanzbindenabschluss. Zu verbessern gilt es die unreine Mond- und Bindenfarbe.

 

Meine  herzlichen  Glückwünsche  an  alle  Erringer  der   „großen“   Preise.

Nächstes Jahr lädt  die  Gruppe Sachsen  am  01. und 02. Dezember  2018 nach  02748  Bernstadt  OT Dittersbach  zur  Farben  und  Trommeltauben- schau, der unsere HSS angeschlossen ist, ein.  Wir hoffen und würden uns über eine zahlreiche Beteiligung sehr freuen.

 

Ich  wünsche  Euch Zufriedenheit  und ein erfolgreiches Zuchtjahr 2018 bei hoffentlich bester Gesundheit.

 

 

Jörg Dutschke

Zuchtwart des SV der Startaubenzüchter

 

 

 

Bericht von der Gruppenschau Thüringen 2017

 

 

Barchfeld- Immelborn den 27.11.2017

 

Sonderverein Startauben Gruppe Thüringen

 Vom 17.11. - 19.11.2017 fand unsere Sonderschau der Gruppe Thüringen im Bauernmuseum Sitzendorf ansässlich der 11. Schwarzatalschau und 24. Rensteigschau statt. 116 Startauben in zehn Farbenschlägen stellten sich den Preisrichtern Jürgen Weichhold und Karsten Krauß vor. Leiter konnte unser Sonderrichter aus Krankheitsgründen die Bewertung nicht vornehmen und diese zwei Zuchtfreunde sprangen kurzfristig ein. Dafür möchten wir uns bei beiden bedanken ! Sie haben ihre Sache sehr gut gemacht. Unseren Zfr. W. Apel gute Besserung.

37 schwarze Starhälse von fünf Zuchten zeigten sich von ihrer besten Seite und konnten voll überzeugen. Kein einziges Tier zeigte Mängel. Nur vier Tauben musten mit der Note gut bewertet werden wegen zu heller Augen, rechte Ortfeder nicht durchgefärbt, nur 11 Schwanzfedern und eine hatte eine abgebrochene Handschwinge . Wünsche gab es in Binden noch glatter und 2. Binde länger, Schwanz und Bauchfarbe noch satter und Lackreicher, Mond und Bindenfarbe noch reiner. Eine Taube war schon fast zu groß für eine Startaube. Unsere Startauben im Hauptfarbenschlag müssen nicht mehr größer werden wollen wir den Typ erhalten ! Wir wollen doch eine fluggewande Taube die noch gut im Freiflug gehalten werden kann. Zfr. Heinze zeigte Tiere mit schönen Runden Köpfen das sollte für alle der Maßstab sein. Das beste Tier war der 1,0 jung mit v 97 Band bewertet von T. Stößel . Noch 2 x hv gingen an den selben Züchter und 1 x hv an F. Spangenberg.

Den 26 Blauen Startauben aus drei Zuchten merkte man an das zwei Spitzenzuchten fehlten ! Leiter erreichten sie in der breite nicht die Qualität der vorjahre. Zwei Tiere musten gar die Heimreise ohne Bewertungsnote antreten. Tiere mit groben hellen Augenrand , offenen Rücken , fleckiger Deckenfarbe und befiederte Läufe liesen leiter keine andere Note zu. Einige Tiere hätten noch glattere und schmalere Binden haben können und andere eine längere zweite und reinere. Auch eine geschlossenere Mondmitte wurde bei zwei Tieren gewünscht. Es gab aber auch Lichtblicke So stellte unser Zfr. A. Becker eine sehr schöne 0,1 alt in den Käfig die verdient die Note Vorzüglich Band erreichte. Der selbe Züchter erreichte auch auf eine 0,1 jung ein hv 96 E und Zfr. H. Preiß hv 96 Band auf einen 1,0 jung.

Fünf Marmorstare schwarz von zwei Ausstellern konnten gefallen . Sehr schön die 0,1 alt von W. Arnold der nur eine etwas gleichmäßigere Finkenzeichnung zur Höchstnote gefehlt hat. Alle Tiere erreichten ein sehr gut, hatten schöne Kopfformen ,Augen, Ränder, Monde und Bauchfarben. Wünsche gab es in : gleichmäßigere Schuppung und bei einer Taube Schwanzfarbe satter.

Die vier Marmorstarweißschwänze schwarz von einen Züchter zeigten gute Formen , Monde, Köpfe , Augenfarbe , Schnippen und eine ansprechende Finkenzeichnung. Wünsche gab es in reinerer Bindenfarbe und Flügelzeichnung noch gleichmäßiger und dreieckiger. Leiter hatten drei Tiere nur elf der geforderten zwölf weißen Schwanzfedern und konnten deshalb nur mit der Note gut bewertet werden. sg 95 EP H. Schulz

Vier Starweißschwänze zeigten sich in recht guter Qualität für diesen seltenen und schwer zu züchtenten Farbenschlag. Hier können nicht die Maßstäbe in Bindenlage und länge wie beim schwarzen Starhals angelegt werden. Auch die Grund und Lackfarbe entspricht noch nicht ganz die des schwarzen Farbenschlages! Hier wollen wir derzeit froh sein wenn die Bauchfarbe schwarz und nicht grau oder blau ist. Lackreiche Grundfarbe ist bei diesen Farbenschlag noch wunschdenken. Ein Tier hatte leiter nur 10 weiße Schwanzfedern und konnte deshalb nur mit gut bewertet werden. Zweite Binde schmaler , glatter und gezogener. Bauchfarbe Lackreicher waren die wünsche.  sg 95 E H. Schulz.

Leiter nur vier Silberschuppen von einen Aussteller hatten einen sehr guten Zuchtstand. Schöne Köpfe,Augen,Halsringe,Grundfarben und Finkenzeichnung hatten alle Tiere. Wünsche gab es noch in der Pfeilspitzausprägung und im Silberweiß auf der Schulter noch reiner.

hv 96 Band F. Spangenberg.

Zwölf Starblassen schwarz von einen Züchter zeigten sich auch von ihrer besten Seite. Schöne Figuren mit schwarzer Lackreicher Grundfarbe , Augen, Hauben und sehr guten Kopfschnitten. Wünsche gab es noch in Bindenfarbe reiner, glatter , länger und schmaler. Bei einen Tier Augenrand intensiver . Eine Taube konnte nur ein gut erreichen wegen zu lockeren Haubenaufbau. 2 mal hv96 Band und SE E. Hoffmann.

Wieder einmal zwei blaue Starblassen zeigten die Schwierigkeit in der Zucht dieses Farbenschlages. Hier wünscht man sich auch mehr Züchter die diesen verbessern könnten. Nur noch zwei Zuchten meines Wissens in Deutschland sind einfach keine Basis. Die zwei zeigten gute Figuren ,Kopfschnitte mit ansehlichen Hauben, Deckenfarben und Monden. Wünsche waren: Binden etwas schmaler und oben getrennter. Eine Taube hatte leiter nur neun Handschwingen und wurde mit gut bewertet.

sg 93 Z A.Becker.

Sechs Marmorstarmönche schwarz zeigten sehr gute Qualität für diesen Farbenschlag. Schade das eine Taube eine Wechselschwinge zeigte. War sie doch von außen das schönste Tier mit feiner gleichmäßiger Dreieckzeichnung auf den Decken. Alle anderen hatten schöne Mönchscheckung ,Figuren , Köpfe,Augen,Ränder, Monde und Bauchfarben. Wünsche waren : Spitzkappensitz noch höher , Schuppungsweiß reiner, Schuppungsvorm dreieckiger und verteilter

3 mal sg 94 Z Knut Apel.

Gefallen konnten alle sechs Silberschuppenmönche in Figur, Mönchscheckung ,Augen und Halsring. Wünsche gab es : Silberweiß etwas reiner , Pfeilspitzen noch etwas zarter und Haubensitz höher. Die Bauchfarbe bei diesem Farbenschlag noch satter zu bekommen ist eine Herausforderung . Man wird in der Zukunft sehen ob dies möglich ist !!! Mir ist aufgefallen das zwei Tiere schon mit Neigung zum offenen Rücken im Käfig standen. Dies sollte in der Zucht in diesen Farbenschlag beachtet werden. Herausragend die 0,1 jung  von Knut Apel mit Hv 96 Band bewertet.

 

Herzlichen Glückwunsch an alle prämierten Züchter ! Allen anderen nicht so erfolgreichen Zuchtfreunden wünsche ich ein besseres Zuchtjahr 2018.

Den Zuchtfreunden aus Sitzendorf um Austellungsleiter Heinz Langbein gilt unser Dank für die Ausrichtung unserer Sonderschau und dem Bauernmuseum für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und der Bewirtung !

 

 

Herbert Schulz

Zuchtwart Gr. Thüringen

 

 

Bericht von der Gruppenschau Sachsen 2017